Lost Creek Lake
Amerika,  National Park,  Oregon,  Sightseeing,  USA,  Westküste,  Wohnmobil

USA 2019 – Tag 11 – Crater Lake NP

Bend – Joseph H. Stewart State Recreation Area Campground (258km – 160mi)

An diesem Morgen starteten wir sehr entspannt in den Tag. Der Wetterbericht war ziemlich weit weg von gutem Wetter. Sogar Schnee wurde für den Crater Lake vorhergesagt… Echt jetzt… Schnee

Da wir heute „nur“ den Crater Lake auf dem Programm hatten (den Smith Rock State Park mussten wir von der Agenda nehmen, da hier keine Wohnmobile zugelassen sind), ging‘s am Morgen erst einmal zum Frühstück zum „Black Bear Diner“ in Bend. Dieses Diner ist wirklich wunderbar authentisch und hat die Philosophie, dass die Gerichte sehr gross sein müssen, da der Kunde hart für seine Dollar arbeitet. Wie wahr, woher wissen die das nur. 🙂 Also bestellten wir die beiden Topgerichte auf der Karte: Dani eine Version, die vegetarisch war und Chris natürlich eine, die mit Bacon, Würstchen und Ham strotzte. Die Portionen waren derart riesig, dass wir sie natürlich nicht schafften. Aber verdammt lecker. 🙂 Proud American Breakfast. 

Anschliessend ging es mal an eine Tankstelle, um das Propangas aufzufüllen. Dieses wird ja genutzt, um Warmwasser zu erzeugen und teilweise für den Kühlschrank (dieser läuft entweder mit Landstrom, Gas oder den Batterien des Fahrzeuges. Ausserdem braucht man es zum kochen. An der Zapfstelle suchten wir uns einen der Angestellten, da wir das Gas nicht selbst zapfen durften. Leider hatte der Mitarbeiter schon seit 10 Jahren kein Wohnmobil mehr betankt, weshalb noch ein Zweiter dazu kam. 🙂 Hier zeigte sich wieder einmal, dass jeder Amerikaner nahezu jeden Job machen kann – ob er ihn gut macht ist dann die andere Sache. Naja, die Zwei bekamen es dann nach ungefähr 5 Minuten doch hin. Als Kunde habe ich mich da einfach mal abwartend daneben gestellt. Im Ergebnis brauchten wir 4,5 gal Gas. Diese haben läppische $11,25 gekostet. Eine der günstigeren Tankungen auf dieser Reise. 😉

Jetzt, wo alle Tanks voll waren, die Abwassertanks geleert und unsere Mägen voll, ging es für uns weiter. Wir fuhren Richtung Crater Lake. Das Wetter war etwas durchwachsen, was uns aber auch etwas Hoffnung machte. Immer mal wieder kam die Sonne durch. 

„Kurz“ nach Bend kamen wir an ein erkaltetes Lavafeld bzw. einen erloschenen Vulkan (Newberry National Volcanic Monument), welches heute ein State Park ist. Der Tageseintritt von $5 verleitete uns, dieses zu befahren. Wir wollten flink vom Outlook schauen, wie es aussieht. Leider zeigte sich, dass das befahren des Outlook für Fahrzeuge über 22“ nicht gestattet war… Und ja, unser RV hat in dem Fall 3“ zu viel. Der Versuch es zu Fuss anzugehen, scheiterte an dem plötzlich aufziehenden Regen und dem Hinweis, dass der Weg zu Fuss doch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen würde. Auch die normalerweise verkehrenden Busse waren seit dem Laborday eingestellt. Schade! So zogen wir dann weiter. 

Weiter ging es auf zum Teil schnurgeraden Strassen meilenweit Richtung Crater Lake. Anfangs waren wir noch pessimistisch, doch dann keimte etwas Hoffnung, als wir durch eine Gegend im Sonnenschein fuhren. Aber kurz nach der Zufahrt zum Park war diese verflogen. Es regnete massiv. Und auf jedem Meter Höhe, den wir zurücklegten, wurde die Sicht schlechter. Der Crater Lake lag in tief hängenden Wolken. Es regnete und schneite. Nur einmal gab es einen kleinen Blick auf den See, der aber nicht seine volle Pracht entfalten konnte – keine Chance einen ungetrübten Blick auf dieses Naturwunder zu erhalten. Der Lake selbst hat keine Zuflüsse, nur Regen und Schneeschmelze speisen ihn. Das Wasser soll bei Sonnenschein ein tolles blau haben. Aber wir konnten es an diesem Tag einfach nicht sehen… 

Unverrichteter Dinge zogen wir also von dannen. In Richtung unseres Campgrounds im „Joseph H. Stewart State Park“. Wir waren relativ früh dran, als wir dort gegen 16 Uhr ankamen. Aber der Park war fantastisch und entschädigte für den restlichen Tag. Wunderschön angelegt, inmitten der Natur (wie alle State Parks, in denen wir bisher waren). Und es gab sogar Rehe, die dort grasten. Wir nutzten die Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang und einen Blick auf den See. 

Anschliessend machten wir einen kleinen Powernap. Am Abend gab es noch ein bisschen Netfix und dann schliefen wir doch zufrieden ein. 

Übernachtung – Campground:
Joseph H. Stewart State Park

$32 (28 €)

Dieser Campground liegt in mitten eines State Parks. Er ist wunderschön angelegt. Zwischen den Bäumen und an einem See. Vom Campground aus starten einige Fahrradwege. Die Sites verfügen mindestens über Strom und Wasser. Die Dumpinganlage ist sehr gut und ordentlich.

Empfehlung: ★★★★★

Auf jeden Fall jederzeit wieder! 🙂 

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