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Florida Roadtrip: Von den Traumstränden der Tampa Bay nach Gainesville

Der Beginn eines amerikanischen Traums: Nach langem Sehnen ging es im Februar 2024 endlich wieder zurück in den Sunshine State. Das Ziel: 14 Tage lang die Sonne Floridas einsaugen, endlose Highways bezwingen und pulsierende Städte erkunden. Der Roadtrip startete in der dynamischen Tampa Bay Area, führte vorbei an blendend weissen Sandstränden und geschichtsträchtigen Vierteln, bevor die Route Kurs auf das studentisch geprägte Gainesville im Norden einschlug.

Die Anreise nach Tampa: Direktflug ins Frühsommerglück

Das Abenteuer begann auf dem Flughafen Zürich. Mit einem entspannten Direktflug der Edelweiss ging es in knapp 10,5 Stunden über den Atlantik direkt nach Tampa. Dank einer absolut reibungslosen und schnellen Einreise hielt ich wenig später bereits die Schlüssel für mein Transportmittel der kommenden zwei Wochen in der Hand: Bei Alamo holte ich den Mietwagen ab – einen Premium-SUV in Form eines komfortablen Audi Q3.

Als ich mich auf den Weg zu meiner Airbnb-Unterkunft im Nordwesten von Tampa machte, war es zwar bereits stockdunkel, doch die Luft empfing mich sofort mit einer frühsommerlichen, herrlich angenehmen Wärme. Ein schnelles, unkompliziertes Abendessen in einem typischen Fast-Food-Restaurant rundete den Anreisetag ab, bevor ich einfach nur noch erschöpft, aber glücklich in die Kissen fiel.

Erster Tag: Weisser Sand in Clearwater und Parade-Trubel in Dunedin

Der erste Morgen in Florida erwachte, und das Meer rief! Ohne Zeit zu vergessen, steuerte ich Clearwater Beach an. Der perfekte Tag beginnt hier mit einem herzhaften, typisch amerikanischen Frühstück im Another Broken Egg Cafe. Frisch gestärkt ging es direkt an den Strand: Der puderzuckerweisse Sand und das türkisblaue, sanft schimmernde Wasser des Golfs von Mexiko hielten absolut alles, was sie versprachen.

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Clearwater Beach wird regelmässig von bekannten Reiseportalen (wie TripAdvisor) zu einem der besten Strände der gesamten USA gekürt. Das absolute Markenzeichen ist der extrem feine, blendend weisse Sand, der zu 99 % aus reinem Quarz besteht. Dieser hat die geniale Eigenschaft, dass er sich selbst in der prallen Mittagssonne Floridas niemals unangenehm aufheizt.

Ein zentraler Anlaufpunkt ist der berühmte „Pier 60“, der sich über 300 Meter in den Golf von Mexiko hineinerstreckt. Hier findet jeden Abend das Event „Sunsets at Pier 60“ statt: Kunsthandwerker, Strassenkünstler und Musiker verwandeln den Pier zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang in eine lebendige Festmeile, um das tägliche Naturschauspiel über dem Meer zu zelebrieren.

Am Nachmittag wechselte ich das Pflaster und fuhr ins nahegelegene, charmante Küstenstädtchen Dunedin. Der Ort befand sich bereits im absolut Ausnahmezustand, denn die Vorbereitungen für das alljährliche „Mardi Gras“-Event liefen auf Hochtouren. Die Atmosphäre in den malerischen Strassen war regelrecht elektrisierend. An einem coolen, umgebauten Eisenbahnwaggon legte ich eine kurze Pause ein, tankte in der strahlenden Sonne ein wenig Kraft und gönnte mir einen cremigen Milchshake.

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Mardi Gras (französisch für „Fetter Dienstag“) ist die amerikanische Variante des Karnevals, deren absolute Hochburg eigentlich New Orleans in Louisiana ist. Doch das kleine, charmante Küstenstädtchen Dunedin – das stolz auf seine schottischen Wurzeln ist – schmeisst jedes Jahr eine der grössten und buntesten Mardi-Gras-Partys in ganz Florida.

Das Festival zieht jährlich bis zu 30’000 Besucher an. Das absolute Highlight ist die gigantische Parade durch die historische Innenstadt, bei der aufwendig geschmückte Festwagen durch die Strassen ziehen. Ein fester Brauch dabei ist das Werfen von bunten, glitzernden Perlenketten („Beads“) von den Wagen in die johlende Zuschauermenge. Begleitet wird das Spektakel von Live-Musik, kulinarischen Ständen mit kreolischem Essen und einer absolut elektrisierenden Urlaubsstimmung.

Später wollte ich dem historischen Viertel Ybor City in Tampa einen Besuch abstatten, das für seine kubanischen Wurzeln und seine Zigarrentradition weltberühmt ist. Vor Ort die Überraschung: Auch hier stand alles im Zeichen des Karnevals! Die Strassen waren wegen der anstehenden Parade bereits komplett abgeriegelt und die Parkplatzpreise schossen auf gesalzene 35 Dollar hoch. Da ich ohnehin am Abend zurück nach Dunedin wollte, verschob ich Ybor City kurzerhand auf später und legte stattdessen einen ausgiebigen Shopping-Zwischenstopp in der Tampa Premium Outlet Mall ein.

Gegen 20:00 Uhr war ich zurück in Dunedin. Der bunte Festumzug war bereits in vollem Gange und die Stadt bebte. Wie durch ein Wunder ergatterte ich noch einen Parkplatz, liess den langen Tag bei einem köstlichen Abendessen in einem lokalen Restaurant ausklingen und schaltete angesichts der aufkommenden Müdigkeit langsam in den Entspannungsmodus.

Zweiter Tag: Das malerische St. Petersburg und Super-Bowl-Fieber

Tag zwei stand ganz im Zeichen von Kultur, Strand und einem amerikanischen Sport-Highlight. Zuerst erkundete ich das malerische Saint Petersburg(von den Locals liebevoll St. Pete genannt). Nach einem erstklassigen, stylischen Koffeinkick im Paradeco Coffee Roasters schlenderte ich hinauf auf den hypermodernen, weit in die Bucht hineingerichteten St. Pete Pier. Von hier oben bot sich ein fantastischer Blick auf die glitzernde Skyline und das tiefblaue Wasser, während über mir die Pelikane im Wind segelten.

mehr Infos über Saint Petersburg & den St. Pete Pier

Saint Petersburg, oft einfach „St. Pete“ genannt, hält den offiziellen Weltrekord für die meisten aufeinanderfolgenden Sonnentage (über 760 Tage am Stück!). Berühmt ist die Stadt aber vor allem für ihre lebendige Kunstszene, das weltberühmte Salvador-Dalí-Museum und den spektakulären St. Pete Pier.

Dieser im Jahr 2020 komplett neu gestaltete, futuristische Pier erstreckt sich über rund 400 Meter in die Tampa Bay hinein. Er ist weit mehr als eine reine Aussichtsplattform: Auf dem riesigen Areal befinden sich Spielplätze, Liegewiesen, interaktive Kunstinstallationen, Cafés und Restaurants. Der Pier kombiniert perfekt urbanes Flair mit maritimem Naturerlebnis und gilt als eines der modernsten öffentlichen Parkprojekte an der US-Golfküste.

Danach zog es mich weiter an den St. Pete Beach. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich ein geniales Konzept: Das „Grove Surf & Coffee“ – eine gelungene Fusion aus gemütlichem Café und cooler Surfer-Boutique. In herrlich entspanntem Ambiente genoss ich Kaffee und Kuchen, bevor ich den restlichen Nachmittag am Strand verbrachte.

Als der Abend näher rückte, kehrte ich nach Clearwater Beach zurück. Es war Super Bowl Sunday, der heiligste Sportfeiertag der USA! Die Strassen waren prallvoll mit gut gelaunten Football-Fans, die Bars und Restaurants restlos ausgebucht. Bevor das Spiel startete, nahm ich mir in der Nähe des Piers Zeit, um den spektakulären, kitschig-schönen Sonnenuntergang über dem Golf von Mexiko zu bewundern.

Danach begann die Jagd nach einem Tisch – und ich hatte sensationelles Glück: Im Toucans Bar & Grill ergatterte ich einen Platz direkt im Geschehen. Umgeben von der gigantischen Energie und der Begeisterung der feiernden Menge verfolgte ich das Spiel bei leckerem Essen und kühlen Drinks. Ein unvergessliches, durch und durch amerikanisches Erlebnis!

Dritter Tag: Das historische Ybor City und Roadtripping nach Gainesville

Am dritten Morgen hiess es wieder Koffer packen: Die Reise sollte mich weiter gen Norden nach Gainesville führen. Doch vor dem Abschied aus der Bay Area holte ich den verpassten Besuch in Ybor City nach. Und das lohnte sich: Am Montagmorgen lag das Viertel friedlich im Sonnenlicht. Ich schlenderte über die historischen Kopfsteinpflasterstrassen, bewunderte die prächtigen Backsteingebäude, in denen einst die Zigarrenkönige residierten, und beobachtete die berühmten, wilden Hühner, die hier frei durch die Strassen stolzieren. Ein erstklassiger Flat White im Blind Tiger Coffee Roasters rundete den historischen Spaziergang perfekt ab.

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Ybor City wurde 1885 von dem spanischen Zigarrenfabrikanten Vicente Martinez Ybor gegründet und entwickelte sich rasant zur „Zigarren-Hauptstadt der Welt“. Ende des 19. Jahrhunderts wanderten Tausende kubanische, spanische und italienische Arbeiter ein, was dem Viertel bis heute ein einzigartiges, lateinamerikanisches Flair verleiht. Auf dem Höhepunkt wurden hier jährlich Hunderte Millionen Zigarren komplett von Hand gerollt.

Ein skurriles Markenzeichen von Ybor City sind die wilden Hühner („Ybor Chickens“): Die Nachfahren der Haustiere der ersten Einwanderer laufen heute völlig frei über die historischen Kopfsteinpflasterstrassen und stehen unter offiziellem Naturschutz der Stadt Tampa.

Zurück im modernen Tampa zog es mich an den Riverwalk Trail. Dieser wunderschön angelegte Uferweg führt direkt entlang des Hillsborough River. Unter einem makellos blauen Himmel genossen wir die Skyline-Perspektive und das maritime Flair der Uferpromenade. Ein letzter Shopping-Boxenstopp in der „Brandon Mall“ später, und die Reifen des Audi Q3 frassen auch schon den Asphalt Richtung Norden.

Das Roadtripping durch das Landesinnere Floridas war purer Genuss: Links und rechts zog die typisch amerikanische Landschaft an mir vorbei, während die Meilen auf dem Tacho dahinschmolzen. Gegen 18:00 Uhr erreichte ich schliesslich die neue Airbnb-Unterkunft in Gainesville. Zum krönenden Abschluss dieses ereignisreichen ersten Reiseabschnitts gönnte ich mir ein fantastisches Abendessen im asiatischen Restaurant P.F. Changs“, bevor ich nach einem langen, perfekten Tag glücklich ins Bett fiel.

Dieser erste Teil meiner Reise durch Florida war ein wahrer Genuss, voller unvergesslicher Momente und abwechslungsreicher Erlebnisse. Von den sonnenverwöhnten Stränden von Clearwater Beach bis zum historischen Flair von Ybor-City bot uns Florida eine Fülle von Entdeckungen und Abenteuern.

Etappe: Tampa – Clearwater – St. Petersburg – Ybor City – Gainesville (ca. 240 km / 149 mi im Mietwagen)

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Wart ihr selbst schon einmal in der Tampa Bay Area oder habt den Super Bowl direkt in einer amerikanischen Sportsbar miterlebt? Welcher Strand in Florida ist euer absoluter Favorit? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar und teilt eure Fragen oder eigenen Erfahrungen mit mir – ich freue mich auf den Austausch mit euch!

Übernachtung – Airbnb:

Studio in Tampa

Kosten: 385 EUR für 3 Nächte

Dieses Studio im Nordwesten von Tampa ist wirklich toll eingerichtet. Ich hatte alles was es braucht. Ein schönes, bequemes Bett, eine Küchenzeile, Bad mit Dusche & WC sowie einen Zugang zum Garten. Das Studio war liebevoll und modern gestaltet. Es liegt in einer friedlichen und ruhigen Wohngegend und ist trotzdem nah genug an der Interstate um schnell überall in der Bay Area hinzugelangen.

Empfehlung: ★★★★★

Ich würde hier auf jeden Fall wieder übernachten.

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