Oregon Coast
Amerika,  Oregon,  Roadtrip,  USA,  Westküste,  Wohnmobil

USA 2019 – Tag 13 – Oregon Coast

Bullards – Lincoln City (234km – 145mi)

Gleich am Morgen verließen wir den Campground und fuhren zu einem der Aussichtspunkte vom gestrigen Tag. Wir frühstückten dort, mit dem Blick auf den Pazifik. Naja, der Blick war etwas eingeschränkt… Es stürmte und regnete (mal wieder). Aber trotzdem eine tolle Sache. Dies ist übrigens einer der Gründe, warum den Camper schätzen gelernt haben. 🙂

Unsere heutige Tour sollte uns nach Lincoln City führen. Entlang der Oregon Coast, immer auf dem Highway 101 (den wir ja schon teilweise in Kalifornien von Nord nach Süd bereist hatten). 

Am Anfang sahen wir den Pazifik gar nicht, da das erste Stück der Strecke nicht direkt am Meer entlang führte. Je weiter nach Norden wir kamen, desto besser wurde das Wetter. Irgendwann war es sogar wieder sonnig. 

Als erstes kamen wir an den Oregon Dunes vorbei. Diese Dünen sind richtig gross. Bei tollem Wetter hätten wir mit Buggies den Strand und die Dünen befahren können. Auf Grund des morgendlichen Regenwetters, verzichteten wir hier aber lieber. 

Später gelangten wir an die Seal Cave. Dort konnte man bereits von oberhalb der Strasse die Robben sehen. Irgendwie haben wir es dann aber nicht geblickt, dass man theoretisch mit einem Aufzug zu den Robben hinunter fahren kann. Von der Strasse aus sahen wir Terrassen, die aber eben auch nicht direkt du den Robben führten. Deshalb verzichteten wir darauf, dass volle Besuchergebäude zu betreten. Naja, für uns war es nicht so ein grosser Verlust, da wir ja letztes Jahr so super Nahe bei den Robben waren, als wir den California-Highway 1 bei San Simeon passierten.

Auf dem Parkplatz hatten wir noch einen netten Plausch mit einem Amerikaner, der mit seinem riesigen Camper auf dem Weg nach Süden war. Er erklärte uns, dass er jeweils ein halbes Jahr in der Nähe von Seattle lebt und die zweite Hälfte des Jahres in der Wüste nahe San Diego. Als Rentner könnte man das machen. Ausserdem war es erst im Sommer in Deutschland, was ihm auch gefallen hatte. 

Der nächste Stopp führte uns nach Newport, zum dortigen Meeresaquarium. Am Morgen hatten wir beschlossen, hier vorbei zu schauen, da dieses unabhängig vom Wetter ist. Angekommen stellten wir fest, dass, da die Sonne nun schien, es für uns angenehmer ist, weiter zu ziehen. Wir sind einfach Spontanisten… 🙂 Ein kleines Vesper gab es aber noch auf dem Parkplatz. Dann ging es weiter. 

Bei einem spontanen Halt am Cape Perpetua Area (wir hatten das echt nicht auf dem Schirm), fanden wir einen faszinierenden Spot. Und das heutige Wetter war perfekt… Es war windig und sehr starke anlandende Wellen gab es auch… DENN: An diesem Platz gibt es das „Spouting Horn“. Eine Öffnung, aus der das Meerwasser immer wieder als eine Fontäne aus einer Felsöffnung schiesst. Dies ist entsprechendem Wetter (Flut, kräftige Wellen) besonders eindrucksvoll. Und was sollen wir sagen: Wir waren beeindruckt. Fast so wie die Geysire im Yellowstone NP. 

Unseren nächsten Stopp machten wir auf der Boiler Bay State Wayside. Dort konnten eine starke Brandung sehen. Die Wellen rollten laut vom Meer an und schlugen anschliessend so stark an die Felsen, dass das Wasser meterhoch spritzte. Der Anblick dieser Naturgewalt zog uns so sehr in den Bann, dass wir, obwohl wir schon gehen wollten, uns immer wieder umdrehten und noch eine Weile zuschauten.  

Auf der Reise kamen wir durch viele kleine Orte und über verschiedene Brücken. Dieser Abschnitt unseres Roadtrips war wirklich schön. In Lincoln City angekommen führte uns unser Weg noch in eine Outletmall. Ein wenig stöbern vertrieb uns auch die Zeit. 

Für die Nacht hatten wir einen Platz in der Devil‘s Lake State Recreation Area reserviert. Der Platz war wirklich nett und an der Feuerstelle machten wir uns noch ein kleines Lagerfeuer. Als wir da so sassen und sprachen kamen auf einmal Geräusche auf uns zu, die wir nicht deuten konnten… Als wir die Taschenlampe anmachten, waren da auf einmal zwei Waschbären direkt unter unserer Essbank. Wer sich mehr erschrocken hat lässt sich nicht genau sagen, wir waren auf jeden Fall erschrocken. Am Ende gingen wir zufrieden schlafen. 

Übernachtung – Campground:
Devil‘s Lake State Recreation Area

$42 (38 €) inkl. Vorausbuchungsgebühr von $8

Der Platz liegt direkt hinter dem Highway 101, in unmittelbarer Nähe zum Strand in Lincoln City. Die einzelnen Sites sind mit Bäumen und Sträuchern umwachsen. In der Nacht war der Platz deshalb auch sehr leise. Unsere Site war diesmal wieder ein Full Hookup mit Strom, Wasser und Sewer (und theoretisch sogar TV).

Empfehlung: ★★★★☆

Würden wir auf jeden Fall wieder für eine Nacht buchen. 🙂

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.