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USA-Roadtrip Ostküste: Zeitreise nach Yorktown, das Eintritts-Dilemma und Schaukelstühle in D.C.

Auf den Spuren der Gründerväter: Der fünfte Tag meines Roadtrips an der US-Ostküste stand ganz im Zeichen der amerikanischen Geschichte. Die Route führte mich mitten hinein in das historische Dreieck von Virginia, wo einst Weltgeschichte geschrieben wurde. Zwischen malerischen Pflastersteinen, stolzen Eintrittspreisen in Jamestown und Williamsburg sowie einer stressigen Rushhour im Regierungsviertel von Richmond endete der Tag schliesslich in einer absoluten Wohlfühloase mitten in Washington, D.C.

Zeitreise nach Yorktown und Eisgenuss bei Ben & Jerry’s

Am frühen Morgen startete ich den Motor und machte mich auf den Weg nach Yorktown. Schon bei der Ankunft war ich von der malerischen, fast schon unwirklichen Schönheit dieses geschichtsträchtigen Ortes absolut überwältigt. Das gesamte Areal fühlte sich an wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Yorktown ist eingebettet in eine Art weitläufigen Nationalpark, und man merkt an jeder Ecke, dass dieser Boden die Geschichte Amerikas regelrecht atmet – schliesslich endete hier 1781 mit der berühmten Belagerung der amerikanische Unabhängigkeitskrieg.

Ich schlenderte ausgiebig durch die sauberen Strassen des perfekt restaurierten, historischen Städtchens. Bei all den entzückenden Kolonialgebäuden und Backsteinfassaden fiel die Entscheidung schwer, wo die Kamera zuerst klicken sollte. Und was gehört zu einem perfekten Spaziergang bei bestem Reisewetter einfach dazu? Richtig, eine kleine, erfrischende Eispause! Bei Ben & Jerry’s gönnte ich mir eine köstliche Abkühlung – bei der genialen und unwiderstehlichen Sortenauswahl vor Ort schaltet das Blogger-Hirn ohnehin sofort auf Genuss.

Das Eintritts-Dilemma: Jamestown und Williamsburg müssen warten

Nach der ausgiebigen Erkundung von Yorktown setzte ich die Reise fort und steuerte das geschichtsträchtige Jamestown an – die erste dauerhafte englische Siedlung in Nordamerika. Doch direkt am Eingang der historischen Stätte folgte der Bremsblock: Ein satter Eintrittspreis von stolzen 30 Dollar pro Person wurde aufgerufen. Für einen kurzen Zwischenstopp war mir das dann doch ein wenig zu happig. Spontanität gehört zum Roadtripping dazu, also entschied ich mich kurzerhand, Jamestown auf eine spätere USA-Reise zu verschieben und die Entdeckungstour stattdessen im benachbarten Williamsburg fortzusetzen.

In Williamsburg angekommen, legte ich zuerst eine kleine Shoppingtour in der örtlichen Mall ein – ein bisschen Souvenirjagd und das Stöbern in amerikanischen Läden gehören schliesslich zu jedem guten Roadtrip. Danach steuerte ich das berühmte Colonial Williamsburg Visitor Center an. Doch auch hier staunte ich nicht schlecht, als an der Kasse 24 Dollar für den Zugang aufgerufen wurden. Da ich mein Reisebudget nicht schon am Vormittag komplett für Eintrittskarten pulverisieren wollte, beschloss ich auch hier, die Fahrt lieber fortzusetzen und das Geld für die kommenden Tage aufzusparen.

mehr Infos über das Historische Dreieck von Virginia

Yorktown bildet zusammen mit Jamestown und Williamsburg das sogenannte „Historische Dreieck von Virginia“ (Historic Triangle). Diese Region gilt als die absolute Wiege der modernen amerikanischen Geschichte, da sich hier drei entscheidende Meilensteine auf engstem Raum abspielten:

In Jamestown begann 1607 mit der ersten dauerhaften englischen Siedlung die Kolonialgeschichte. In Colonial Williamsburg erwachte ab 1699 das politische und wirtschaftliche Zentrum der Kolonie zum Leben, in dem die Ideen der Unabhängigkeit reiften. Und in Yorktown endete schliesslich 1781 mit der historischen Belagerung und dem Sieg der amerikanisch-französischen Truppen unter George Washington der Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten. Heute verbindet der malerische, 23 Meilen (ca. 37 km) lange „Colonial Parkway“ diese drei historischen Stätten mitten durch die Natur.

Rushhour-Wahnsinn in Richmond und die Flucht nach D.C.

Die anschliessende Fahrt in Richtung der Bundesstaat-Hauptstadt Richmond gestaltete sich als echte Geduldsprobe. Ich erreichte die Metropole exakt mitten im mörderischen Berufsverkehr. Der Verkehr rund um das imposante Capitol-Viertel war schlichtweg verrückt. Mein eigentlicher Plan, das historische Capitol von Virginia zu besichtigen, wurde von der absolut hoffnungslosen Parkplatzsuche im dichten Innenstadt-Dschungel gnadenlos durchkreuzt. Manchmal erfordern Reisen eben schnelle, pragmatische Anpassungen: Nach ein paar Runden um den Block verbuchte ich Richmond als beeindruckende Kulisse aus dem Autofenster und nahm direkt Kurs auf das finale Tagesziel: Washington, D.C.

Gegen 18:00 Uhr erreichte ich schliesslich mein Apartment in der Bundeshauptstadt – und das entpuppte sich als absoluter Glücksgriff! Die Unterkunft war nicht nur unheimlich gemütlich, sondern verfügte im dicht bebauten D.C. sogar über einen privaten, sicheren Parkplatz direkt im Hinterhof. Das ist in dieser Stadt Gold wert.

Bevor ich den Abend entspannt einläuten konnte, stand noch ein kurzer Abstecher zum nahegelegenen Safeway-Supermarkt auf dem Programm, um die Vorräte für die kommenden Tage aufzufüllen. Wie schon bei früheren USA-Trips legte ich mir an der Kasse direkt wieder einen kostenlosen Mitglieder-Account an, um von den teils massiven Rabatten im Laden zu profitieren – schliesslich schadet es nie, auch unterwegs clever aufs Budget zu achten.

Lasagne, Wein und Schaukelstuhl-Romantik

Zurück im Apartment wurde die Küche eingeweiht. Zum Abendessen zauberte ich mir eine köstliche, dampfende Lasagne, die von einem guten Glas Wein begleitet wurde. Genau das richtige Seelenfutter nach den vielen Meilen auf dem Highway.

Den perfekten Abschluss dieses ereignisreichen Tages bildete der idyllische Hinterhof der Unterkunft: In den typisch amerikanischen, herrlich bequemen Schaukelstühlen liess ich den Tag Revue vermissen und schaute mit dem Weinglas in der Hand einfach nur entspannt in den Abendhimmel. Ein fantastischer Roadtriptag ging zu Ende, und die Vorfreude auf all die Monumente und Erlebnisse, die morgen in der aufregenden Hauptstadt auf mich warteten, war riesig.

Etappe: Yorktown – Williamsburg – Richmond – Washington, D.C. (ca. 270 km / 168 mi im Mietwagen)

Eure Gedanken sind gefragt!

Teilt mir gerne eure Gedanken und Fragen zu meinem Tag mit! Lasst mich in den Kommentaren wissen, welche Reiseziele ihr besonders spannend findet und welche Erfahrungen ihr vielleicht selbst gemacht habt. Ich freue mich auf den Austausch mit euch.

Übernachtung:

Airbnb: „La Côte-du-Sud“ (Washington D.C.)

Kosten: $ 361,02

Wir hatten im Voraus ein kleines Appartement in Washington D.C. gebucht. Die Unterkunft bot uns eine vollausgestattete Küche, ein Bad und auch einen Stellplatz für unseren Mietwagen. Der Check-in verlief perfekt und im Kühlschrank fanden wir ein paar kühle Getränke und Snacks.

Empfehlung: ★★★★★

Wir würden hier auf jeden Fall wieder übernachten.

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