Europa,  Roadtrip

Von Porto nach Aveiro

Wir starteten, in der morgendlichen Sonne, mit einem kleinen Spaziergang, entlang des Strandes, in den Tag. Der Strand besteht aus einer Mischung aus feinem Sand sowie grossen Steinen und erinnerte uns ein wenig an einen Morgen in 2018, in der Nähe von Monterey, als wir am Pazifik standen. Spätestens jetzt waren wir im Urlaubsmodus angekommen.

Aveiro

Anschliessend brachen wir nach Aveiro auf. Nach etwa einer Stunde kamen wir dort an. Auf einem Parkplatz am Rande des Ortes fanden wir einen Stellplatz neben einigen anderen Wohnmobilen. Von dort aus konnten wir rasch in den Ort laufen. Der Weg führte uns an einem der drei Kanäle vorbei, auf dem die bekannten Moliceiro-Boote fahren. Diese bunt verzierten Boote fallen auf und sind der Grund, weshalb die Stadt auch als „Venedig Portugals“ bezeichnet wird. Wir haben allerdings auf eine Bootstour verzichtet, da wir später noch weiterreisen wollten.

In den Gassen der Altstadt gab es viele landestypische Häuser mit Kacheln an den Fassaden. Es ist immer wieder faszinierend, wie schön diese Häuser damit aussehen. Selbst wenn sie schon in die Jahre gekommen sind und vielleicht sogar ein bisschen baufällig. Auch die regionale Spezialität „Ovos Moles de Aveiro“ konnten wir probieren. Hierbei handelt es sich um eine kleine Süssspeise, bei der eine Oblatenform mit Eigelbcreme gefüllt ist. Uns hat es ehrlich gesagt nicht so sehr geschmeckt, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. 🙂

In der Rua de Coimbra fanden wir noch einen coolen kleinen Laden, in dem man Fisch in unzähligen bunten Dosen kaufen kann. Nach einer Weile beschlossen wir dann weiter zu ziehen. Und so fuhren wir nach Costa Nova do Prado in Ílhavo. Dieses Örtchen ist für seine kleinen bunten Häuschen (Palheiros da Costa Nova) bekannt, die es auch in verschiedenen Souveniershops als Modell zu kaufen gibt.

Costa Nova do Prado

Wir fanden dort einen Parkplatz hinter den Dünen, von dem aus wir schnell zu den Sehenswürdigkeiten laufen konnten. Neben der kleinen Kirche „Igreja Matriz da Costa Nova“ ist die Promenade des Ortes wirklich schön anzusehen. Wunderschöne, gepflegte Häuser (die „Casas Típicas da Costa Nova„), die landestypisch gepflasterten Wege und strahlender Sonnenschein… Was will man mehr.

Theoretisch hätten wir auch sehr gut auf dem Parkplatz übernachten können. Er war ruhig gelegen und einige andere Camper standen dort bereits.

Allerdings hatte Dani uns für uns bereits einen netten kleinen Campingplatz hinter den Dünen bei Vagueira herausgesucht. Und auf den waren wir schon gespannt. Also fuhren wir weiter. Wir wollten früh ankommen, um noch ein wenig am Strand spazieren zu können. Der Campingplatz am „Vagasplash“ in Vagueira liegt etwas ausserhalb der Ortschaft, was auch unsere gute Navifreundin von googlemaps etwas verwirrte. Sie wollte uns nämlich unbedingt auf einen kleinen Weg entlang des Deiches führen. Nach einem Blick auf die Karte und einem Zwischenstück ohne Navigationsunterstützung, schaffte sie es dann aber doch, uns zum Campingplatz zu führen.

Auf dem Campingplatz und am Strand

Der Empfang war sehr herzlich. Der Besitzer führte uns kurz rum und liess uns die Wahl des Platzes. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir es uns vor unserem Hugo gemütlich und chillten noch etwas in der Sonne. Anschliessend gingen wir zum Strand und genossen es sehr, dass dieser menschenleer war. Nur wir, der Sand, die Wellen und einige Möwen. Hinter den Dünen wehte zwar ein etwas kräftigerer Wind, aber mit den richtigen Klamotten war auch das sehr erträglich. Wir schauten der Sonne zu, wie sie am Horizont versank und tranken dabei eine Limonade.

Übernachtung – Campground:

Campingplatz „Vagasplash

8,50 € für 1 Nacht

Der Campingplatz ist wirklich schön und strandnah. Im November war er wirklich wenig besucht. Dies dürfte im Sommer anders sein, da sich der Campingplatz unmittelbar an einen Wasserpark anschliesst. Neben den Stellplätzen hat es noch ein paar kleine Bungalows. Ausserdem gibt es einen gut ausgestatteten Grillbereich, an dem man mit Holzkohle grillen kann.

Website des Betreibers 

Empfehlung: ★★★★☆

Im November würden wir hier auf jeden Fall wieder übernachten.

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