Europa,  Niederlande,  Sightseeing,  Wohnmobil

Ausflug nach Alkmaar (Tag 4)

Nach dem morgendlichen Frühstück wollten wir eigentlich mit den Bikes nach Alkmaar radeln. Allerdings war das Wetter so gar nicht auf unserer Seite. Es nieselte und regnete im Wechsel durchgehend. Da wir ja eher die Schönwetter-Radler sind, hatten wir so natürlich gar keine Lust uns auf die Räder zu schwingen.

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Mit dem Wohnmobil geht’s auch

Also beschlossen wir mit unserem fahrenden Zuhause nach Alkmaar zu fahren. Schnell waren wir reisefertig. Mittlerweile haben wir tatsächlich schon eine Routine bei den Aufgaben. Chris macht alles rund um das WoMo fertig und Dani den Innenbereich. Wir nutzten den Moment auch gleich noch einmal, um das Grau- und Schwarzwasser zu leeren und dann fuhren wir ab.

Gemütlich und entspannt fuhren wir die Strassen entlang. Anfangs nieselte es noch ein wenig, aber dann wurde es langsam besser. Unser Weg führte uns an verschiedenen kleinen Orten und Windmühlen vorbei. Das ist genau der Teil, den wir am Reisen mit dem Wohnmobil schätzen. Du hast alles dabei, kannst durch die hohe Sitzposition die Gegend im Blick behalten und fährst per se schon entspannter wie mit einem Pkw.

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Parkplatzssuche

Gleich nach der Ankunft in Alkmaar wurde uns aber auch wieder deutlich, was einem das Reisen mit dem Wohnmobil in Europa schwerer macht. Unser Hugo ist zwar recht schmal und lässt sich auch durch die meisten Engstellen entspannt manövrieren, aber bei einer Länge von rund 7,50m (mit Fahrradträger und Bikes) ist es eben nicht immer einfach sofort einen Parkplatz zu finden. In diesen Momenten erinnern wir uns gerne an die USA, wo es nahezu überall möglich ist, mit dem Wohnmobil zu parkieren. 

Wir kurvten also durch Alkmaar und folgten dem Parkleitsystem. Nur fanden wir keinen Parkplatz. Es gab viele Parkhäuser, doch diese sind ja eher unpraktisch mit unserem Hugo und die Parkplätze waren alle voll. Aus dem Augenwinkel hatte Dani eine Einfahrt zu einem Parkplatz gesehen, die zwischen zwei Häuserblöcken hineinführt, aber sicher waren wir uns nicht. Ausserdem gab es in diesem Moment auch keine gute Möglichkeit zum Wenden. Also fuhren wir erst einmal weiter. In einem nahen „Industriegebiet“ sah es auch nicht besser aus.

Mittels Google maps schauten wir uns noch einmal den Parkplatz an, den Dani zuvor gesehen hatte. Das Satellitenbild stimmte uns zuversichtlich. Also gaben wir ihn als Ziel ein und liessen uns noch einmal dort hinführen. Und tatsächlich war dort ein recht grosser Parkplatz in einem Innenhof (Kwakelkade 15-19, 1823 CK Alkmaar, Niederlande), der nicht stark besucht war. Also wagten wir es und stellten unseren Hugo ab. Um möglichst wenige Parkplätze zu blockieren nahmen wir eine Stelle am Rand, die uns später einerseits das ungestörte Ausparken ermöglichte und auf der wir anderseits unseren hinteren Überhang so platzierten, dass er nicht störte. So schafften wir es tatsächlich nur zwei Parkplätze zu brauchen.

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Die Altstadt von Alkmaar

Nach weniger wie 10 Minuten waren wir zu Fuss am „Hollands Kaasmuseum“ auf dem Waagplein in der Altstadt. Hier findet seit Jahrhunderten regelmässig, freitags (März bis September), ein „traditioneller“ Käsemarkt statt. Chris war hier vor vielen Jahren einmal als Kind mit seinen Eltern. Damals hatte sein Vater sogar bei dem Showlaufen und dem Transport von Käse mit einem Tragbahren mitmachen können. Im Vorfeld hatten wir aber schon gelesen, dass dieser Markt auf Grund der Covid19-Pandemie nicht stattfindet. Deshalb waren wir auch nicht extra an einem Freitag in Alkmaar.

Die Altstadt hat auch viele nette Gassen und historische Wohn- und Geschäftshäuser. Durch diese schlenderten wir eine Weile und genossen die verhältnismässige Ruhe. Auf Grund des durchwachsenen Wetters waren wenig Menschen unterwegs.

Plötzlich wurden wir Zeugen eines dreisten Diebstahls… Eine Möwe schoss aus der Luft herunter und klaute sich das Sandwich einer jungen Frau von deren Tablett. Sie hatte sich gerade vor dem Laden an einen halbüberdachten Tisch gesetzt und einen Teil des Sandwiches zu essen begonnen, als die Möwe ihren Coup landete. Das Ganze ging so schnell, dass niemand etwas machen konnte. Die sichtlich erschrockene Frau und ihre Begleitung nahmen es aber mit Humor.

Auch wir hatten etwas Hunger und holten uns ein Sandwich in diesem Laden. Da wir nun aber wussten, dass es hier „Raubvögel“ gab, behielt jeder von uns seine Sandwichhälfte fest in der Hand und wir liefen ein wenig von dem Laden weg. So konnten wir es ohne Störung geniessen. 

Später gönnten wir uns noch ein Eis in der Nähe der „Grote Sint-Laurenskerk“ und machten uns auf den Rückweg zu unserem Hugo.

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Weiter geht’s nach Petten

Der Strand von Petten ist ein beliebter Ferienort. Deshalb wollten wir dort auch einmal vorbeischauen. Nachdem wir einen Parkplatz neben einem Campingplatz gefunden hatten, liefen wir über die Dünen zu einem Aussichtspunkt. Zuvor kauften wir noch einen Kaffee im Cafe des Campingplatzes. Von dem Aussichtspunkt aus hatten wir einen tollen Blick über den Strand. Dieser ist wirklich weitläufig, breit und mit schönem Sand. Bei sonnig warmem Wetter sicher gigantisch. Wir genossen den Ausblick eine Weile und zogen uns dann bei wiedereinsetzendem Nieselregen in unser Wohnmobil zurück.

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Frische Burger vom Grill

Auf dem Heimweg legten wir noch einen kurzen Stopp bei Albert Heijn in Callantsoog ein. Da wir gerade mit dem Wohnmobil unterwegs waren, nutzten wir die Gelegenheit für einen grösseren Einkauf. Und so kaufte Dani auch gleich noch tolle Zutaten für frische Burger. Zurück am Campingplatz bauten wir wieder alles auf und starteten mit der Zubereitung unserer Burger. Da es nicht kalt war und auch nicht mehr regnete machten wir es uns unter unserer Markise bequem. Mit Hoodie und Jogginghose liess es sich doch eine Weile aushalten. Dann noch den Plan für den nächsten Tag gemacht und einen Campingplatz reserviert. Morgen geht es nämlich noch einmal nach Lelystad.

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