Europa,  Niederlande,  Wohnmobil

Besuch in Lelystad (Tag 5)

Mit einem Reisemobil soll man reisen und deshalb ging es für uns nach dem Frühstück wieder los. Heute wollten wir noch einmal nach Lelystad. Dort gibt es das Batavia Stad Fashion Outlet, welches wir natürlich gerne einmal besuchen wollten. Ausserdem versprach uns das schöne Wetter einen besseren Ausblick auf dem Markerwaarddijk.

Beim Verlassen des Campingplatzes nutzten wir noch einmal die Chance an der Servicestation das Grau- und Schwarzwasser abzulassen. Anschliessend fuhren wir am Deich entlang Richtung Huisduinen. Wir wollten den Aussichtspunkt „Kaaphoofd“ noch einmal besuchen (bei unserer Radtour sind wir dort vorbeigekommen und hatten gesehen, dass man auf der Deichkrone parkieren kann).

Darüber hinaus wollten wir in Huisduinen noch einmal den Leuchtturm und das Fort Kijduin mit unserer Drohne fotografieren.

Darf man hier überhaupt fliegen

Vor dem Fort gibt es einen grösseren Besucherparkplatz, auf dem wir rasch einen Stellplatz für unseren Hugo fanden. Das Wetter war wirklich super. Blauer Himmel, ein paar wenige kleine Wolken und Sonnenschein. Perfekt, um ein Bild mit der Drohne von oben zu machen.

Also starteten wir die Drohne. Beim Start blinkte kurz ein Hinweis auf, den Chris aber übersah. Und so flogen wir ein paar kleine Runden und schossen ein paar Fotos. Plötzlich kam ein Mann auf uns zu und sprach uns an. Als er merkte, dass wir kein Holländisch verstehen, wechselte er ins Englische. Er wies uns darauf hin, dass wir in diesem Gebiet keine Drohnen fliegen dürften. Auf Grund eines naheliegenden Militärstützpunktes sei dies untersagt. Erschrocken über unseren Fehler landeten wir sofort. Nun sah Chris auch in einer App, die er genau für diesen Zweck hat (nur hatte er sie nicht benutzt), dass es hier wirklich ein grössere Flugverbotszone gab.

Noch einmal auf die Deichkrone

Nach diesem Erlebnis zogen wir weiter Richtung „Kaaphoofd“. Hier hatten wir richtig Glück. Gerade als wir ankamen fuhren zwei Pkw davon, sodass wir Platz für unseren Hugo fanden. Auch wenn an dieser Stelle der Deich und die Deichkrone vollständig asphaltiert sind, ist es ein schöner Platz, mit einem weiten Blick auf’s offene Meer und das Deichhinterland. Wir machten auch hier einige Fotos. Die Drohne blieb jetzt gleich in ihrer „Garage“, da direkt unter dem Platz die Kaserne war.

Über den Deich nach Lelystad

Nachdem wir den Ausblick eine Weile genossen hatten zogen wir weiter. Ein kleiner Zwischenstopp bei Albert Heijn durfte auf dem Weg nicht fehlen. Nach etwas über einer Stunde kamen wir in Enkhuizen an. Von dort aus ging es wieder auf den Markerwaarddijk. Da es heute sonnig und warm war, gestaltete sich die Überfahrt gleich angenehmer. Wir hatten einen weiten Blick auf’s Meer. Ausserdem nutzten wir die Gelegenheit auf dem Parkplatz „Trintelhaven“ einen Zwischenhalt einzulegen. Hier konnten wir auch einige Fotos schiessen und sogar die Drohne fliegen lassen. Grosse Teile des Meeres sind hier aber auch Flugverbotszone.

Wir sassen auf der Deichanlage und beobachteten die verschiedenen Seevögel. Als wir dann wieder am WoMo angekommen waren und weiter wollten merkte Dani erschrocken, dass wir plötzlich schwarze Flecken auf den Sitzen hatten… Es waren Teerflecken. Auf Grund der Hitze hatten sich dieser anscheinend im Deich gelöst und war an unseren Hosen. Also als erstes die Hosen getauscht und dann überlegt was tun. Chris fiel spontan ein, dass er als kleiner Junge einmal mit Teer gespielt hatte. Dabei hatte er sich auch ordentlich eingesaut, was nicht unbedingt für Begeisterung gesorgt hatte. ABER damals hatten seine Eltern den Teer mit Butter gelöst. Und da wir im WoMo Butter dabei hatten, versuchten wir es einfach. Die Sitze sahen ja eh schon ruiniert aus. Naja, was sollen wir sagen… Es funktioniert!!! Die Butter löste die Verschmutzung. Und die anschliessenden Butterflecken liessen sich mit warmen Seifenwasser ausspülen. Puhhh, Welt gerettet (also zumindest unsere in diesem Moment).

Kunst oder was

Nach dieser kurzen Aufregung fuhren wir dann den restlichen Weg bis Lelystad. Am Ende der Strecke hielten wir noch einmal, um einen Blick auf das Kunstwerk „Der hockende Mann“ zu werfen. Von dem Parkplatz aus konnten wir zu Fuss näher an die  Statue herankommen. Ausserdem hat man von dort aus auch einen interessanten Blick auf Lelystad und das Batavialand.

Von Campingplatz zur Outletmall

Später ging es für uns direkt zum Campingplatz. Dieser ist ungefähr 5km vom Batavia Outlet entfernt. Also schnappten wir uns unsere Fahrräder und fuhren los. Unser Weg führte uns durch verschiedene Wohnviertel und Parks. Nach ca. 30 Minuten waren wir da (ein oder zwei mal waren wir falsch abgebogen, weshalb es etwas länger dauerte). Wir stellten unsere Bikes ab und gingen in das Outlet.

Die Besucheranzahl war zum Glück überschaubar. Da wir nichts besonderes suchten, gingen wir einfach ein bisschen durch die Läden bummeln. Ausserdem nutzen wir die Chance ein paar Serien und Filme bei Netflix und Co. herunterzuladen. Eigentlich streamen wir diese ja immer. Aber mit dem aktuellen iOS-Update hatte es die Hotspotfunktion zerschossen und Chris konnte eben keinen solchen aufbauen. Das WiFi und Internet im Batavia Outlet ist wirklich super. Die Downloads funktionierten so schnell, dass wir fast unseren Augen nicht trauten.

In sofern war der Besuch also wirklich erfolgreich. Bei den Klamotten war es etwas anders. Auf Grund der Covid-19-Regeln war es anscheinend verboten die Umkleiden zu öffnen. Somit konnten wir nichts anprobieren. Also haben wir, bis auf ein paar Kleinigkeiten, auch nichts gekauft.

Der Rückweg mit dem Rad ging deutlich flotter, da wir nun den Weg kannten.

Auf dem Campingplatz

Der Campingplatz „Buytenplaets Suydersee“ ist ein günstiger kleiner Platz. Er ist gut gelegen und grosse Teile des Platzes sind wirklich schön angelegt. Diese liegen auf Wiesen und sind von Bäumen gesäumt. Ausserdem hat es verschiedene Erlebnisunterkünfte. Der Platz für Wohnmobile ist jedoch eher lieblos. Hier steht man einfach dicht gedrängt auf schwarzem Schotter. Außer uns war zum Glück nur ein weiteres WoMo auf dem Platz, weshalb die enge des Platzes nicht so schlimm war. Der Sanitärbereich ist aber gut und für eine Nacht war es bei dem Preis auch ok.

Zum Nachtessen gab es bei uns heute Nudeln mit Pesto. Eine Weile sassen wir dann noch vor dem WoMo. Zum Glück haben wir so eine grosse Bodenmatte. Auf dieser war der Schotter auch erträglich. Als dann ein Gewitter aufzog räumten wir zusammen und zogen uns ins WoMo zurück. Gemütlich liessen wir den Abend bei einem kleinen Serienmarathon ausklingen.

Übernachtung – Campground:

Campingplatz „Buytenplaets Suydersee“

17,00 € für eine Nacht

Der Campingplatz an sich ist nett. Aber die Stellplätze für Wohnmobile ist nicht wirklich einladend. Für eine Nacht auf Durchreise aber absolut ok.

Empfehlung: ★★☆☆☆

Für eine reine Übernachtung auf der Durchreise und / oder den Besuch des Outlet ok.

Vorheriger Artikel:
Holland (2020) – Tag 4

Nächster Artikel:
Holland (2020) – Tag 6

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.